Ein erster Schritt Richtung Weltelite

Keinen zweiten Schritt vor dem ersten tun. Sich langsam entwickeln. Strukturen aufbauen. Sich langsam steigern. Aufschließen, Erfolge feiern, auf sich aufmerksam machen und weiter wachsen. Das dürfte für viele Sportler, Mannschaften und Sportarten gelten.

Ganz unten anfangen.

Heißt es auch für den deutschen Radsport. Zumindest was die Teamseite betrifft. Deutsche Fahrer gehören noch immer (oder schon wieder) zur (erweiterten) Weltspitze. Ein Team in der höchsten Kategorie fehlt.

Vor Jahren wäre es noch undenkbar gewesen, als Telekom immer ein kräftiges Wort mitsprach, Gerolsteiner Erfolge feierte und auch Milram mitmischte. Alles Geschichte. Die Zukunft heißt NetApp.

Als das 2009 gegründete Team in den Radsport einstieg, mussten manche Fans noch müde lächeln. Mit Jens Heppner und Enrico Poitschke übernahmen zwei ehemalige Profis die Leitung, wollten aber nicht mit Gewalt und jeder Menge Geld in die oberste Garde aufsteigen, sondern die Mannschaft organisch wachsen lassen. Continue Reading »

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Renaissance des deutschen Ski Alpin der Herren?

Man musste sich schon verwundert die Augen reiben.
Vor wenigen Tagen stand wirklich ein deutscher Ski Alpin-Rennläufer aus dem Podest. Nicht in einem Einladungsrennen. Nicht im Europacup. Sondern im Weltcup der Weltbesten. In einem Rennen, an dem die Weltbesten am Start waren. Und der junge Mann auf dem Stockerl hörte nicht mal auf den Namen Neureuther.Felix, der vor Jahren als große Hoffnung des deutschen Ski Alpin der Herren galt, musste verletzungsbedingt auf den Saisonstart verzichten.Dass die ersten beiden Riesenslaloms der Saison aus deutscher Sicht trotzdem nicht zum Vergessen waren, lag an Fritz Dopfer.
Der 24-jährige raste zuerst am Sonntag auf Platz drei und zwei Tage später bestätigte er seine Leistung mit Position sieben.
Also keine Eintagsfliege oder einfach nur Glück?Das wird sich erst noch zeigen müssen.
Doch die Hoffnung ist durchaus berechtigt. Continue Reading »
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Das Leid der Randsportarten

Randsportarten haben es nicht leicht. Nur direkt Beteiligte, Familienmitglieder, enge Freunde und Freaks interessieren sich für diesen Sport und verfolgen ihn intensiv. Selbst härteste Sportbegeisterte können kaum folgen. Denn im Fernsehen sieht man nur kaum oder nur äußerst selten, meist zu Großereignissen aktuelle Berichte. Die großen Medien berichten kaum und das grundsätzliche Interesse reicht nicht, um Fachmedien zu lesen.

Randsportarten brauchen erfolgreiche und vor allem vermarktbare Spitzensportler, um in der Öffentlichkeit wahr genommen werden. Gerade der Showeffekt genießt einen großen Stellenwert. Ohne Glamour keine Berichterstattung. Ohne Berichterstattung ohne breite Öffentlichkeit. Continue Reading »

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Print ins Web transferieren

Seit Monaten, schon einigen Jahren fragt sich die Verlagswelt, wie sie sich für die Zukunft rüsten können. Wurden Blogger noch vor einem Jahr verflucht und abgewertet, kann es sich kaum ein Medienunternehmen erlauben die eigene Webseite ohne Blogs auszustatten. Das Internet wurde heruntergespielt, dann hochgejubelt und schließlich mit Resignation bedacht. Eine Antwort auf die Frage, wie man auch im Internet Geld verdienen kann, ist weiterhin nicht gefunden. Doch immerhin wird viel probiert, wenn auch der ganz große Mut ausbleibt.

Die Adaption des Printtitels ins Internet erfolgt dabei schleppend bis erschreckend. Reine Textübernahme ins Netz ist sinnlos und lächerlich. Immerhin werden vielerorts reine Onlineredaktionen eingerichtet, die sich zielgerichtet um ihren Webauftritt kümmern. Aber Geld verdienen?

Schwierig, eher tragen Printtitel die Homepage.

Echte Versuche, das zu ändern wird jedoch kaum genutzt. Printleser werden nur selten ins Netz geholt. Die eigene Internetadresse hier oder eine Eigenanzeige für die neue tolle iPad-App reicht da nicht aus.

Dabei scheint die Lösung so einfach und naheliegend zu sein. Continue Reading »

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Der schmale Grad zwischen spektakulär und Rambo

Noch vor wenigen Jahren galt Lewis Hamilton als die Attraktion im Formel 1-Zirkus. Er wurde geliebt, weil der dem Motorsport nach dem Abschied von Michael Schumacher neuen Glanz verlieh. Hamilton war anders. Er eckte an, konnte aber vor allem auf der Strecke überzeugen. Er war schnell, wild und mutig. Er traute sich, wovor andere zurück schreckten. Er setzte zu spektakulären Überholmanövern an, hielt dagegen und sorgte für Action.

Das freute Zuschauer und damit auch die Formel 1.

Nachdem er sich 2007 einen harten Kampf mit Kimi Räikkönen lieferte (und um einen Punkt verlor), wurde er eine Saison später völlig zurecht Weltmeister.

Jetzt hat die Formel 1 andere Helden. Continue Reading »

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Japanerinnen sind die neuen Griechen

Was habe ich geflucht gestern. Natürlich musste man für Japan sein, da das Volk so dermaßen gelitten hat in den letzten Monaten. Ich bin selber schockiert über die Ereignisse in dem Inselstaat. Doch Mitleid hat im Sport nichts zu suchen. So wie ich das Würgen bekomme, wenn Kandidaten in Castingshows tränenreich ihre Lebensgeschichte präsentieren und dafür einen Bonus erhalten, so hat mich diese Politisierung im Frauenfußball ebenfalls genervt.

Klar, ich war für die USA.

Ich bin zwar kein großer Amerikafan, aber spätestens seit der freundschaftlichen Verknüpfung mit einigen Einwohnern des Kontinents, die große Sport- und teilweise gar Fußballfans sind, halte ich doch verstärkt zu den US-Teams. Zudem war Solo (trotz gestern) meine Torhüterin des Turniers, Wambach die willenstärkste Angreiferin und Morgan meine Entdeckung der Spiele.

Im Finale haben die USA dann endlich den Fußball abgeliefert, den sie im Stande sind zu spielen. Ihre beste Partie der letzten Wochen war es und doch sollte es nicht reichen, weil es im Abschluss schwer mangelte. Continue Reading »

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Zu langsam, aber wichtig

Birgit Prinz ist der Inbegriff deutschen Frauenfußballs. Viele Sportfans, die eher weniger mit Frauenfußball zu tun haben, kennen die deutsche Ausnahmestürmerin. 17 Jahre lang ist sie eines der, wenn nicht sogar das Aushängeschild ihrer Sportart. Vieles projiziert sich nur auf sie. Doch gerade in diesen Tagen, wo sie ihrer Karriere das i-Tüpfelchen verpassen will, beginnt ihr Denkmal zu bröckeln.

Es sollte das Highlight ihrer Karriere werden. Als Kapitänin den dritten Weltmeisterschaftstitel in Serie feiern. Im eigenen Land. Als Anführerin und Torschützin. Doch bereits nach zwei Spielen, muss sie harten Gegenwind verkraften. Ungewohnt raue See. Eine Gemütslage, die sie bisher wohl noch nicht ertragen musste.

Zu alt sei sie, zu langsam, zu wenig hilfreich für die Mannschaft. Die Presse nimmt kein Blatt vor den Mund. All Jene, die sie jahrelang zur deutschen Fußballerin des Jahres gewählt haben, packen nun die Knüppel raus. Weil sie vielleicht erst jetzt durch die räumliche Nähe zur Heim-WM 2011 sehen, wo sie steht.

Bereits vor Jahren hatte ich einen Bericht gelesen, in dem es darum geht, wie die Wahl zur Fußballerin des Jahres vonstatten ging. Einige “wahlberechtigte” Journalisten riefen entweder bei einem Kollegen an, der sich vermeintlich mit dem Sport auskennt oder setzten direkt ihr Kreuz bei Prinz. Weil sie die anderen Namen nicht kannten oder sich einfach nicht länger damit beschäftigen wollten.

Das soll die Leistung von Birgit Prinz keinesfalls schmälern. Meistens hat sie die Wahl durchaus zu recht gewonnen. Wenn auch nicht immer mit der großen Mehrheit, aber doch verdient. Nur zeigt es auch das Dilemma des Sports, das immer noch um Aufmerksamkeit kämpft. Beachtung, die es jetzt bekommt und die dadurch in das Gegenteil umschlägt, wie im Fall Prinz. Continue Reading »

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Sportnation Deutschland

Deutschland gehört seit Jahren und Jahrzehnten zu den führenden Sportnationen der Welt. Wenn man auf ewige Ergebnislisten und Medaillenspiegel schaut, taucht Deutschland oft in den oberen Regionen auf. Deutschland, ein Land der Sportler. 

Schon immer!

Doch selten waren deutsche Einzelsportler so erfolgreich, wie 2011. In unterschiedlichen Sportarten haben sich Deutsche in die absolute Weltspitze gekämpft, behaupten sich dort und weisen selbst Athleten aus den Heimatländern des Sports in ihre Schranken.

Bestes Beispiel ist Dirk Nowitzki. Der deutsche Basketballer hat sich in der letzten Nacht seinen großen Traum erfüllt. 13 Jahre lang spielt der Deutsche mittlerweile schon in der besten Basketballliga der Welt. Das allein ist schon außergewöhnlich. Besonders, da Nowitzki nicht in irgendeinem unterklassigen Team agiert, sondern in einem Verein, der zu den Besten gehört. 2011 die beste Mannschaft der Welt. Mit Nowitzki als Leader und Führungspersönlichkeit. Nach dem Erfolg gegen die hoch gehandelten und mit Starts bestückten Miami Heat wurde Nowitzki als bester Spieler (MVP) der NBA-Finalserie geehrt. Doch viel wichtiger als dieser Einzelerfolg war dem 32-jährigen der Triumph in der NBA. Als erstem Deutschen überhaupt ist ihm dieser Sieg geglückt.

Wenige Stunden zuvor mischten deutsche Fahrer auch den Motorsport auf. Sebastian Vettel dominierte den Grand Prix von Montreal. Dass er trotzdem nicht gewann, weil ihn Formel 1-Konkurrent Jenson Button in der letzten Runde doch noch überholte, hinterließ zwar einen bittersüßen Beigeschmack, schmälert jedoch nicht die Leistung von Vettel. Der Junge, der in der letzten Saison erst nach dem letzten Rennen erstmals die Weltmeisterschaft anführte und sich damit den Titel holte, dominiert seitdem die Rennserie. Nach fünf Siegen in sieben Rennen beträgt sein Vorsprung bereits 60 Punkte. Mit Nick Heidfeld, Michael Schumacher und Nico Rosberg befinden sich drei weitere Deutsche in den Top Ten. Continue Reading »

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Deutscher Fußball so stark, wie nie?

Der deutsche Fußball hat in den letzten Jahren unglaublich an Qualität gewonnen. Ende der Neunziger, Anfang des neuen Jahrtausends schien der deutsche Fußball am Boden zu sein. Bei Welt- und Europameisterschaften kam das Aus teilweise bereits in der Vorrunde. In internationalen Vereinswettbewerben schieden deutsche Teams recht früh aus. In den Ranglisten rutschte Deutschland ab und fand sich in den Niederungen wieder.

Zehn Jahre später scheint der deutsche Fußball so stark wie nie zu sein.
Bei großen Nationenturnieren geht die DFB-Auswahl wieder als Favorit ins Rennen. Auf internationalem Parkett warten die Mannschaften zwar weiterhin auf einen Titel, doch deutsche Spieler befinden sich wieder hoch im Kurs.

Das beweist besonders Real Madrid. Nachdem die Königlichen im letzten Sommer die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira unter Vertrag nahmen, bediente sich der spanische Verein erneut doppelt in der Bundesliga. Mit Hamit Altintop und Nuri Sahin wechseln zwar keine deutschen Spieler in die Primera Division, aber ein Duo, dass in Deutschland geboren und groß geworden ist. Auch fußballerisch. Das bestätigt die gestiegene Ausbildung junger Fußballer in der Bundesrepublik. Continue Reading »

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Wenn FCB, dann die Nummer eins

Der FC Bayern München ist trotz einer aktuell schwachen Saison die Nummer eins im deutschen Vereinsfußball. Der FCB ist der deutsche Rekordmeister und auch im internationalen Vergleich der fleißigste und konstanteste Titelsammler der letzten Jahre.

Doch der FC Bayern München ist mehr. Neben der Herrenprofimannschaft gibt es zahlreiche Jugendteams sowie eine Frauenmannschaft, die erstklassig spielt und die letzte Saison immerhin als Fünfter abgeschlossen hat. Zudem verfügt der FCB über zahlreiche Nebenabteilungen. Mannschaften in anderen Sportarten, wie Schach, Handball und seit dieser Saison auch Basketball.

Uli Hoeneß ist schon seit Jahren als großer Basketballfan bekannt. Darum setzte sich der Fußballpräsident stark dafür ein, dass der große deutsche Fußballverein auch einen Basketballklub zur Seite gestellt bekommt, der ebenso große Erfolge feiert. Continue Reading »

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